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Unfall bei der CEVI vom 12.6.2011 Drucken

Liebe Eltern

 

Mit grosser Betroffenheit haben wir die Nachricht vom Tod eines Cevi-Kindes im Pfingstlager vernommen.

 

Bestimmt haben Sie alle vom schrecklichen Unfall in einem CEVI-Lager am Pfingstsonntag gehört. Während einer Seilbahnübung konnte eine 8-jährige Teilnehmerin nicht mehr angehalten werden und raste ungebremst in einen Baum. Sie erlag wenig später im Spital ihren schweren Verletzungen.

 

Wie es zum Unfall kam ist noch unklar. Dennoch möchten wir kurz Stellung nehmen zum Bau von solchen Seilbahnen und –Brücken in der Pfadiabteilung Avalon.

 

  • Auch wir haben schon solche Brücken und Bahnen gebaut. Die meisten unserer  älteren Pfadikinder sind sogar mittels einer Seilbahn von der ersten in die zweite Stufe übergetreten. Dies geschah jedoch immer im Rahmen eines umfassenden Sicherheitskonzepts und unter Aufsicht von durch J&S (Bundesamt für Jugend und Sport) ausgebildeten Leitern. Im Unterschied zu unseren Konstruktionen, die wir in der Vergangenheit erstellt haben, war jene Seilbahn der Cevi bedeutend länger und vor allem steiler. In unserer Abteilung haben wir zurzeit 7 Leiter mit vollständiger Hauptlagerleiter-Ausbildung. Jeder dieser Leiter blickt auf über 10 Jahre Pfadierfahrung zurück.

 

  • Der Gebrauch solcher Konstrukte setzt immer ein gewisses Know-How voraus, welches in unsere Abteilung gegeben ist. Die Kinder sind zu jeder Zeit unter Aufsicht von mindestens 2 Leitern und doppelt gesichert. In speziellen Ausbildungskursen, welche alle Leiter besuchen müssen, werden sie auf die Gefahren und Risiken solcher Übungen vorbereitet. Weiter werden sie intensiv geschult, was in einem Notfall zu tun ist. So absolviert jeder/jede unserer LeiterInnen eine umfassende 1. Hilfe-Ausbildung.

 

  • Sollten Sie anlässlich eines Lagers oder auch einer Pfadiübung Bedenken haben, wenden Sie sich bitte an den entsprechenden Meute- oder Truppleiter; gerne legen wir Ihnen das jeweilige Sicherheitskonzept zur Einsicht vor.

 

  • Die Pfadibewegung Schweiz (PBS) hat beschlossen, den Bau von Seilbahnen weiterhin zu erlauben. Wir von der Pfadi Avalon werden in Zukunft ein ganz besonderes Auge auf die Sicherheit bei Seilkonstruktionen richten. Auf den Bau einer Seilbahn dieser Länge und mit einem derart starken Gefälle, wie es die Konstruktion der Cevi aufweist, werden wir selbstverständlich bis auf weiteres verzichten.

 

 

Wir hoffen, auch in Zukunft einen sicheren und spannenden Pfadialltag zu erleben. Die Sicherheit Ihrer Kinder liegt für uns an erster Stelle. Wir danken Ihnen für das uns entgegengebrachte Vertrauen.

 

Den Angehörigen und Freunden der Betroffenen sprechen wir unsere Anteilnahme aus.

 

die Abteilungsleitung,

 

Mit me Pfadigruess

 

Cervo, Ariba, RAM und Pipo

 
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